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Charleen Bänisch gilt als Wettkampftyp

Presseartikel

„Etwas Talent hat sie schon.“ Siegfried Lienshöft lächelt stolz, doch übertreibt es nicht mit dem Lob für Charleen Bänisch. Die beiden kennen sich seit Langem, müssen nicht viele Worte machen. Der erfahrene Übungsleiter, die junge Sportschüt-zin. Bei den vielen gemeinsamen Trainingseinheiten ist ein Vertrau-ensverhältnis entstanden.
Seit fünf Jahren ist das Mäd-chen, nunmehr 14, mit dem Schieß-sport und dem Schützenverein „Vier Tore“ Neubrandenburg ver-bandelt. „Mein Papa gehört auch zum Verein. Er nahm mich damals mal zu einem Probetraining mit. Ich habe dann ein bisschen geschos-sen und ein bisschen getroffen. Hat gleich Spaß gemacht“, erzählte die Sportgymnasiastin – am Rande der Ehrungsveranstaltung des Neubrandenburger Stadtsportbundes für die stärksten Leistungen 2010. Da erhielt sie eine Ehrenurkunde. Denn mittlerweile gehört die Sponholzerin in ihrem Metier zu den Top-Begabungen in Deutschland. Lienshöft: „Charleen hat drei Jahre lang in der Altersklasse Schüler das Niveau auf Bundesebene mitbestimmt. Nun ist sie in die Jugendklasse gekommen, in der die Anforderungen um einiges höher sind. Mal sehen, wie sie da einschlägt.“
Ihre Empfehlungen – respektabel: 2009 gab es Silber und Bronze bei den Deutschen Meisterschaften, und im vorigen Jahr gewann Charleen Bänisch eine weitere Bronzemedaille im Dreistellungskampf bei den nationalen Titel-kämpfen. Wie selbstverständlich stehen zudem einige MV-Titel auf der Meritenliste. „Ganz wichtig ist, dass sie den Willen hat, etwas im Schießsport zu erreichen, und auch die Eltern dahinterstehen“, sagte der Coach, der mit Paula Stange und Pauline Augustin zwei wei-tere hoffnungsvolle Vier-Tore-Schützinnen unter seinen Fittichen hat. „Die sind mit Charleen fast gleichauf.“ Konkurrenz möch-te Charleen Bänisch die Vereinskolleginnen nicht nennen: „Das ist mehr eine Freundschaft. Eine freut sich für die andere bei Erfolgen.“
„Konzentriert sein, die Ruhe bewahren können“, zählte die Präzi-sions-Athletin auf, was den Reiz am Schießsport für sie ausmacht. Sie gilt als Wettkampftyp, versteht es, ihr Leistungspotenzial abzurufen, wenn es drauf ankommt.
„Die Kombination von Sportgymnasium und Verein sorgt für Top-Bedingungen“, sagte Siegfried Lienshöft, der nach der Wende Mit-gründer des SV „Vier Tore“ gewesen ist und dessen Ausbildung „schon ein paar hundert Kinder durchlaufen“ haben. So werden zum Beispiel die (Schützen-)Sportgymnasiasten zum „Sportunterricht“ zur Anlage im Burgholz gefahren, um neben dem Vereinstraining weitere Übungseinheiten zu absolvieren.
Trainer Lienshöft: „Charleen und die anderen haben schon ein anspruchsvolles Programm zu absolvieren. Oft sind sie von morgens bis abends gefordert.“ „Ach, so schlimm finde ich das gar nicht“, winkte Charleen Bänisch ab.

Quelle: Nordkurier, 16. Februar 2011